Besserwissen

Cybermobbing

Andreas Schmied/Experte für Lebensglück und Anti-Mobbing-Coach

Cybermobbing – 24 Stunden Mobbing und kein Entkommen!

Es ist Dir bestimmt schon aufgefallen, dass wir beinahe täglich mit dem Begriff Cybermobbing konfrontiert werden, meist im Zusammenhang mit jungen Menschen und Schülern. Cybermobbing oder Cyberstalking eine Mobbing Art, die in unseren Schulen aber auch in der heutigen Gesellschaft und Arbeitswelt weitverbreitet ist. In meiner Arbeit als Experte für Lebensglück und als Anti-Mobbing-Coach komme ich sehr oft mit dem Thema in Berührung und es nimmt mehr und mehr zu.  Aber was steckt da genau dahinter?

Cybermobbing ist Mobbing… 

Mit den aus dem Englischen kommenden Begriffen Cyber-Mobbing, auch Internet-Mobbing, Cyber-Bullying sowie Cyber-Stalking werden verschiedene Formen der Verleumdung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Firmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet

, in Chatrooms, beim Instant Messaging und/oder auch mittels Mobiltelefonen bezeichnet. Dazu gehört auch der Diebstahl von (virtuellen) Identitäten, um in fremden Namen Beleidigungen auszustoßen oder Geschäfte zu tätigen usw. Cybermobbing gehört zu einer der zentralen Gefahren im Umgang mit Internet und neuen Medien. Cybermobbing ist das absichtliche und wiederholte Schädigen von Menschen mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel wie dem Internet oder Handy. (Quelle Wikipedia)

 

Besonderheiten von Cybermobbing

– Die Übergänge zwischen „realem Mobbing“ und „Cybermobbing“ sind fließend!

– Cyber-Bullys mobben auch auf traditionelle direkte Art und Weise.

– Opfer von Mobbing sind auch häufig Opfer von Cybermobbing.

– Cybermobbing ermöglicht, dass das Mobbing nicht mehr nur auf den Schul – oder Arbeitsbereich beschränkt bleibt, sondern zeit- und raumunabhängig 24 Stunden fortgesetzt werden.

– Cybermobbing es kann jeden treffen!

– Cybermobbing spielt sich im Internet, Dark Net, den sozialen Medien, Netzwerken und Mess

engerdiensten ab.

– Einmal online gestellte Inhalte in Form von Wort, Bild oder Film verbreiten sich rasant und es kann so gut wie nicht mehr kontrolliert werden. Sie können zudem verändert werden, gespeichert werden und wieder in neuer Form online gestellt werden!

– Die Forschung zeigt einen Zusammenhang zwischen traditionellem Mobbing und Cybermobbing.

 

Cybermobbing hat viele Gesichter

  • Beleidigen, Beschimpfen: Findet in der Regel in öffentlichen Bereichen des Internets statt, z.B. verletzende Kommentare oder vulgäre Pöbeleien
  • Belästigen: Zielgerichtete, immer wiederkehrende Attacken von unbekannten Usern in sozialen Netzwerken oder Bekannten aus dem sozialen Umfeld
  • Anschwärzen, Gerüchte verbreiten: Beabsichtigtes Bloßstellen einer Person durch das Onlinestellen oder direkte Versenden von Texten, Fotos, Videos, um z.B. Freundschaften zu zerstören oder um sich an der Ex-Freundin zu rächen
  • Auftreten unter falscher Identität: Sich als eine andere Person ausgeben, indem z.B. das Passwort des Opfers genutzt wird, um mit dessen vermeintlicher Identität einen Lehrer zu beschimpfen (z.B.: Fake Account)
  • Ausschluss: Ausgrenzen von jemandem aus einer Gruppe, z.B. aus einer Whatsapp-Gruppe, dem Game-Bereich
  • Cyberstalking: Wiederholt jemanden (sexuell) belästigen und bedrohen
  • offene Androhung von Gewalt: Direkte oder indirekte Ankündigung, dass jemand verletzt oder gar getötet werden soll

Das sogenannte Darknet und sein Zusammenhang mit Cybermobbing

Im Darknet ist alles möglich, was auch im frei zugänglichen Internet geht. Zusätzlich eröffnet die Anonymität des Darknet schier unbegrenzte Möglichkeiten, illegale Dienstleistungen, Morde, Waffen und Drogen anzubieten oder pornografische Inhalte jederart und Videos von Morden und Misshandlungen zu teilen oder zu erwerben, wie z.B.:

Waffenhandel, Drogenhandel, Cybermobbing, Gefälschte Ausweise, Urkunden und Dokumente, Viren und Schadsoftware, Uran, Auftragskiller, Kreditkartennummern, Tödliches Gift, Pornographie, Und vieles mehr…

Gerade durch das Darknet und dessen Unkontrollierbarkeit verbreiten sich auch dort alle online gestellten Inhalte extremst schnell.

Wie kann ich mich als Schüler, Lehrer aber auch als Eltern gegen Cybermobbing schützen?

Das Wichtigste ist aufzupassen, wie ich mit meinen persönlichen Daten, Bildern, Fotos und Videos umgehe. Stellt nicht alles von Euch online, verbreitet nicht alles in den sozialen Netzwerken und Messenger Diensten. Es geht um dich und deine Privatsphäre, getreu dem Motto „Weniger ist oft Mehr“.  Besonders sorgfältig solltest Du mit Bildern und Videos umgehen auf denen Du leichtbekleidet oder gar nackt bist. Versende auch niemals Fotos, Videos von anderen Personen, Mitschülern auf denen sie freizügig, zweideutig oder gar in anderen komischen Situationen zu sehen sind. Gerade solche Fotos und Videos sind der ideale Nährboden für Cybermobbing und einmal im Netz, verbreiten sie sich wie ein Lauffeuer. Merkt Euch eines, dass Internet vergisst nie. Daher aufgepasst bei der Nutzung von WhatsApp, Facebook, YouTube, Foren, etc.! Überlege Dir ganz genau, was Du online von Dir preisgeben möchtest und wem Du was zukommen lässt und schickst!

Zudem empfehle ich Dir Sei zurückhaltend mit der Preisgabe persönlicher Informationen!

Erkundige dich über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz des genutzten sozialen Netzwerks!

Sei wählerisch bei Kontaktanfragen – Kriminelle „sammeln“ Freunde, um Personen zu schaden!

Melde „Cyberstalker“, die dich unaufgefordert und dauerhaft über das soziale Netzwerk kontaktieren.

Verwende für jede Internetanwendung, insbesondere auch wenn Du in verschiedenen sozialen Netzwerken angemeldet bist, ein unterschiedliches und sicheres Passwort!

 

Gebe keine vertraulichen Informationen über deinen Arbeitgeber/Schule/ deine Arbeit und dein Privatleben preis!

Prüfe kritisch, welche Rechte Du den Betreibern sozialer Netzwerke an den von Dir eingestellten Bildern, Texten und Informationen einräumst!

Wenn Du „zweifelhafte“ Anfragen von Bekannten erhältst, erkundige dich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht!

 

Klicke nicht wahllos auf Links – Soziale Netzwerke werden verstärkt dazu genutzt, um Phishing zu betreiben!

Spreche mit deinen Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken und kläre Sie über die Gefahren auf!

Das Netz vergisst Nie!!!

 

Welche Erfahrungen hast Du bisher mit Caybermobbing gemacht?

 

Andreas Schmied-Experte für Lebensglück und Anti-Mobbing-Coach

 Website: www.wunschschmiede.com
 Blog: www.wunschschmiede.net
 Facebook: www.facebook.com/wunschschmiede

 

 

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